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Cannabis sativa L.

Hanf (Cannabis sativa L.)

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Hanf (Cannabis sativa) gehört botanisch gesehen in die Familie der Cannabiceae (Hanfartige), einer Unterabteilung der Maulbeergewächse (lat.: Moraceae).
Sein nächster Verwandter ist der Hopfen (Humulus lupulus). Umstritten ist, ob zur Gattung Cannabis außer Cannabis sativa sativa (Faserhanf) auch noch C. indica (Indischer Hanf) und C. ruderalis (Wilder Hanf) gehören. Wichtig ist auf jeden Fall die Unterscheidung zwischen dem faserreichen, tetrahydrocannabinolarmen Faserhanf C. sativa sativa und dem THC - reichen Indischen Hanf C. sativa indica, der, wie auch der Wilde Hanf, nicht für die Fasergewinnung geeignet ist.
Der uns eher bekannte Faserhanf ist eine einjährige, fremdbefruchtende (Windbestäubung) Kurztagspflanze mit einer kräftigen, spindelförmigen Pfahlwurzel. Die stark ausgeprägte Wurzel kann den Boden bis zu 200 cm durchwurzeln und ist notwendig, da Hanf in nur 100 - 120 Tagen eine Höhe von circa vier Metern erreichen kann.
Ursprünglich ist Hanf eine zweihäusige, also diözische Pflanze. Das bedeutet, dass die Pflanze nur weibliche oder nur männliche Blüten trägt. Die männlichen Blüten weisen eine rispenförmige Anordnung am oberen Teil des Stängels auf. Dabei befinden sich jeweils mehrere Blüten entlang der Achseltriebe einfingeriger Laubblätter. Wenn die männliche Pflanze (= Femelhanf) in die Blüte kommt, verlängern sich die Filamente, damit die Staubbeutel weit aus den Blüten herausragen.
Die männlichen Pflanzen sterben ab, nachdem sie ihre Pollen aus den Blüten ausgestaubt haben und erreichen ihre Faserreife (Erntezeitpunkt bei Faserhanf) etwa zwei Wochen vor den stärker belaubten weiblichen Pflanzen (Hanfhennen), deren Blüten achselständig und hauptsächlich an der Pflanzenspitze angeordnet sind. Ihre Laubblätter sind aber voll ausgebildet. An weiblichen Pflanzen verlängern sich bei der Blüte die Griffel, so dass die Narben weit aus den Blüten herausragen und gut durch den Wind bestäubt werden können. Bei THC - haltigen Hanfsorten befindet sich viel THC in den weiblichen Blütenspitzen. Da bei der Fasergewinnung eine gleichmäßige Faserreife von Vorteil ist, züchtete man intersexe, also einhäusige oder monözische Formen, bei denen sich beide Geschlechter auf einer Pflanze befinden. Bei einer einhäusigen Hanfart befinden sich die männlichen Blüten nur an der Basis der Achseltriebe. Die weiblichen Blüten hingegen liegen entlang der Achseltriebe angeordnet. Bei der einhäusigen Pflanze ist wie auch bei der zweihäusigen weiblichen das Laubblatt eines Achseltriebes voll ausgebildet. Die Laubblätter des Hanfes sind siebenfingerig und gesägt. Die heutigen Hanfzüchtungen sind meist einhäusig; blütenbiologisch gesehen sind die zugelassenen Sorten aber nicht homogen, da in ihnen diözische und monözische Formen circa im Verhältnis 1:1 enthalten sind.
Der Hanf hat seine Hauptwachstumszeit im Sommermonat Juli.
Photographie: Pflanzenbestimmung Team
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Website: www.pflanzenbestimmung.de
Titel: Cannabis sativa
Fundort: Deutschland
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Bilder © Pflanzenbestimmung Team