Botanisches Lexikon
Hier entsteht ein botanisches Lexikon. Es ist noch lange nicht fertig!
Lexikon-Themen:
Habitusäußere Erscheinung, Gestalt, Aussehen
AndroeceumAls Androeceum wird in der Blüte die Gesamtheit der Staubblätter (
Stamina) bezeichnet. Die Staubblätter befinden sich innerhalb des Petalen- bzw. Tepalenkreises. Ein Staubblatt gliedert sich in ein Filament und eine am Ende sitzende Anthere. Diese wiederum unterteilt sich in zwei Theken, welche durch ein Konnektiv miteinander verbunden sind. Jede Theke besteht aus je zwei Pollensäcke auf, in denen der Pollen gebildet wird.
AntherenDie Staubbeutel oder Antheren setzen sich aus jeweils zwei Theken zusammen, die durch ein steriles Mittelstück, dem Konnektiv, verbunden sind.
In den Staubbeutel wird der Pollen (Blütenstaub) gebildet.
AuenkelchUnterhalb des Kelches befinden sich oftmals noch weitere Wirtel von Blattorganen, die morphologisch meist aus dem Hochblattbereich abzuleiten sind.
Bei der Erdbeere (
Fragaria vesca) entsprechen die Glieder des Aussenkelches morphologisch den Stipeln der Kelchblätter. Bei der Zaunwinde (
Calystegia sepium) sind es zwei Hoch- oder Vorblätter und beim Leberblümchen sind die Blüten von jeweils drei Hochblättern umgeben. Man spricht in letztgenannten Fall auch von einem Hüllkelch oder Involukrum.
BlteEchte Blüten treten nur bei bedecktsamigen Pflanzen auf.
Eine idealisierte Blüte besteht aus modifizierten Blättern, die von außen nach innen in folgender Reihenfolge angeordnet sind. (In Klammern ist der daraus entstehende Blattkranz bezeichnet):
- Kelchblätter (Kelch, Calyx)
- Kronblätter, Blütenblätter (Blumenkrone, Corolla, Corolle)
- Staubblätter (Androecium)
- Fruchtblätter (Stempel, Gynoecium)
Der Stempel besteht aus Narbe, Griffel und Fruchtknoten (oder Fruchtbauch).
Viele Pflanzen haben Blüten, bei denen einer oder mehrere der vier aufgeführten Kränze zurückgebildet sind.
Blüten kommen meist in Mehrzahl an einer Pflanze vor; neben ihrer eigentliche Wuchsform spielt auch die Form des Blütenstandes eine wichtige Rolle bei der Pflanzenbestimmung.
Die Funktion der Blüte ist es, die Befruchtung einer männlichen Keimzelle (Pollen) mit einer weiblichen Keimzelle (
Zygote) zu ermöglichen. Diese Befruchtung ist Teil des Lebenszyklus eines sich geschlechtlich fortpflanzenden Organismus.
Nach der Befruchtung reift ein Samen heran, daraus entsteht eine neue Pflanze. Die Samen sind in der Regel in Früchten eingebettet.
Die wesentlichen Merkmal der Blüte bei der Bestimmung der Pflanzen sind ihre Symmetrie und die Anzahl ("Zähligkeit") der Blätter in den einzelnen Kränzen. Desweiteren kommt selbstverständlich noch die Farbe der Blätter, insbesondere der Kronblätter hinzu, wobei diese stärker variieren kann als die beiden vorgenannten Merkmale. Die Stellung des Fruchtknotens in Bezug auf den Blütenboden ist ebenfalls ein unveränderliches Merkmal der Blütenpflanzen. In Einzelfällen können typische Sonderbildungen der Blätter vorkommen, häufig sind z.B. Nektar-sezernierende Honigblätter.
Da die von Linne begründete Pflanzensystematik genau auf den morphologischen Blütenmerkmalen aufbaute, lassen sich zumindest die Familien der Blütenpflanzen allein mit den genannten Merkmalen auseinanderhalten.
Man unterscheidet nach Symmetrie:
- radiärsymmetrische oder radiäre Blüten
- spiegelsymmetrische oder bilaterale Blüten
BltenachseSie wird auch als Blütenboden bezeichnet. Sie kann leicht kegelartig aufgewölbt sein, flach,
oder krug- becherförmig und ist für einige Asteraceaen ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.
BltenkroneSo nennt man die Blütenblätter oder die Blütenhülle.
CarpelleDas sind die Fruchtblätter, die in ihrer Gesamtheit das Gynoceum, welches bei den Angiospermen zu einem Gehäuse umgestaltet ist und die Samenanlagen birgt.
dizischAuch zweihäusige Blüten genannt. Weiblich und männliche Blüten befinden sich auf verschiedenen Pflanzen.z.B. Weiden
FruchtblattEs wird auch Carpelle genannt und enthält die Eizellen. Die Fruchtblätter verwachsen mit ihren Rändern zu einem geschlossenen, die Samenanlage bedeckenden Gehäuse,dem Stempel.
GynoceumDas Gynoeceum stellt die Gesamtheit der Karpelle (Fruchtblätter) einer Blüte dar. Bei manchen Pflanzen (z.B. Fabaceae) kann auch nur ein Karpell ausgebildet sein.
KelchDer Kelch gehört zu der Blütenhülle (doppelte Blütenhülle). Er ist meist derber und grün gefärbt.
Man nennt ihn auch Sepalen (Kelchblätter). Er dient dem Schutz für die inneren Blütenorgane und können beim Entfalten der Blüte abfallen (Mohngewächse) oder weiter vorhanden bleiben und die reife Frucht umhüllen.
Monzischnennt man einhäusige Blüten, die entweder Staubgefäße oder Fruchtknoten enthalten und sich auf einer Pflanze befinden.
NebenkroneDas sind Auswüchse der Blütenblätter. Sie sind entweder frei (bei den Nelkengewächsen) oder zu einer Röhre verwachsen (Narzisse).
NektarblattEs sind Staminoden, das heißt unfruchtbare Staubblätter. Eine besondere Form davon sind die Nektarblätter, die sich zwischen Blüten- und Staubblättern befinden. Bei dem Hahnenfuß sind sie blumenblattartig und täuschen Blumenblätter vor.
Sie können auch klein und unauffällig sein.
OvulaeSo nennt man die Samenanlage im Inneren des Fruchtknotens
PerianthBlütenhülle = Gesamtheit der Sepalen (Kelchblätter) und Petalen.
PetalenSo nennt man die Kronblätter. Diese sind oft umgebildete Staubblätter. Man kann das sehr gut bei der Seerose und den Rosen beobachten. Diese "Füllung" von Blüten, wie man sie bei vielen Gartenblumen sieht, beruht auf einer solchen Umwandlung von Staub- in Kronblätter.
Schlauchoder Utricus ist eine flaschenförmige Hülle um den Fruchtknoten herum.
Schlundschuppen= Auswüchse der Blütenhülle bei verwachsenblättrigen Blütenkronen.
z.B. Vergißmeinnicht, Ehrenpreis
Sepalen=Kelchblätter. Sie sind in der Regel aus Hochblättern hervorgegangen, die in den Bereich der Blütenregion rücken. Sie dienen dem Schutz der Knospe und , wenn sie nicht beim Entfalten der Blüte abfallen (Mohngewächse),wächst bei manchen Pflanzen nach der Befruchtung stark an und umhüllt später die reife Frucht.
Die Kelchblätter können frei oder miteinander verwachsen sein.
SpelzenSpelzen sind Hochblätter, die die Blüte der Gräser umgeben.
Sporn= ein schlauchförmiges Anhängsel entweder eines Kelch-oder eines Kronblattes.
Z.B. Leinkraut, Springkraut
StaminaStaubblätter
Jedes Staubblatt besteht aus einem Staubfaden (Filament) und dem Staubbeutel (Anthere), in dem die Pollenkörner gebildet werden.
Staminodien= unfruchtbare Staubblätter. Eine besondere Form dieser Staminodien sind die Nektarblätter bei den Hahnenfußgewächsen.
StaubblattStaubblätter (Stamina) heißen in ihrer Gesamtheit auch Andrözeum. Sie enthalten männliche Fortpflanzungszellen (Pollen oder Blütenstaub) und bestehen aus dem Staubfaden und dem Staubbeutel (Anthere).
BlattEs gibt verschiedene Arten von Blätter.Aber unter dem Namen Blatt versteht man meist das
Laubblatt, welches der Assimilation dient und meist grün ist mit flacher Spreite.
Es setzt sich zusammen aus Blattspreite und Blattstiel = Oberblatt und dem Blattgrund= Unterblatt.
Es gibt einfache Laubblätter und zusammengesetzte Laubblätter.
Es gibt noch die Nebenblätter,Hochblätter,Kelchblätter, Blütenblätter, Fruchtblätter und Staubblätter.
BlattdornenBlattdornen sind aus Blattanlagen gebildete Dornen, anstatt Blättern oder Nebenblättern, Stellung unterhalb oder neben Knospen, z.B. Berberis, Robinia
BlattgrundBei vielen Blättern fehlt der Blattstiel.
Der Blattgrund kann sitzend sein, oder den Stängel fast oder ganz umfassen. Ist der Blattgrund mit zwei Lappen versehen, spricht man von geöhrt.
Durchwachsen nennt man den Blattgrund, wenn er den Stängel so umgibt, daß dieser durch die Blattspreite durchgewachsen erscheint.
Der Blattgrund ist verwachsen, wenn zwei an einem Knoten gegenüberliegende Blätter miteinander verwachsen sind.z.B.bei den Nelken.
BlattstellungGegenständige Blätter:
Je ein Blattpaar sitzt sich gegenüber.
Wechselständige Blätter:
Dem Einzelblatt sitzt kein Blatt gegenüber. An jedem Knoten sitzt nur ein Blatt, das dem vorausgegangenen jeweils um einen bestimmten, von 180 Grad abweichenden Winkelbetrag verschoben ist. Die aufeinanderfolgenden Blätter kommen deshalb auf eine um die Sprossachse herum laufende Spirallinie zu stehen.
Diese Form der Blattstellung ist typisch für die meisten Zweikeimblättrigen Pflanzen.
Wirtelig gekreute Blattstellung:
An jedem Knoten entstehen 2 Blätter und zwar so, daß jedes folgende Blattpaar dem vorausgegangen im rechten Winkel kreuzt.
z.B. bei den Lippenblütlern und Nelkengewächsen.
Quirlige Blattstellung:
An jdem Knoten stehen 3 bis viele Blätter, wobei jene des nächstjüngeren Knotens in dei Lücken der des vorausgegangenen Konotens fallen.
Borstenhaaresind einfache ungegliederte steife Haare. Sie sind eine Sonderbildung des Blattes.
z.B. Boraginaceaen
BrennhaareSie enthalten ein Sekret, das auf der Haut brennt. Sie sind eine Sonderbildung des Blattes.
z.B. Brennessel
DrsenhaareSie enthalten an der Spitze ein kugeliges Köpfchen, das meist mit ätherischen Ölen gefüllt ist. Sie sind eine Sonderbildung des Blattes.
HeterophylieNennt man auch Verschiedenblättrigkeit. Primärblätter und Sekundärblätter unterscheiden sich deutlich.
Z.B. bei vielen Wasserpflanzen
LaminaBlattspreite, die das Aussehen des Blattes beschreibt.
OchreaSo nennt man eine besondere Form des Balttgrundes, bei dem eine Röhre oder Tüte, die Basis des Stängels umgibt.
z.B. bei den Knöterichgewächsen
SpreuschuppenSpreuschuppen sind dünne, häutige Schuppen an Blättern und Rhizomen von Farnen.
SternhaareDiese Haare sind sternartig verzweigt und erscheinen meist als weißer weicher Flaum.
Sternhaare sind eine Sonderbildung des Blattes.
Stipeln= Nebenblätter sind seitliche Auswüchse des Blattgrundes, die bei vielen Pflanzen (z.B. Rosaceaen, Fabaceaen und Violaceaen) zeitlebens erhalten bleiben, bei anderen Pflanzen (z.B. Kirsche, Pappel, Haselnuss) schnell abfallen. Sie sind ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.
WollhaareDas sind unverzweigte, aber gekräuselte Haare.
Wollhaare sind eine Sonderbildung des Blattes.
Annuelleeinjährige Pflanze
Keimung, Blüte und Fruchtung findet in einem Jahr statt, danach stirbt die Pflanze ab.
Biennezweijährige Pflanzen, das heißt die Pflanze bildet im 1. Jahr nur Laubblätter aus und blüht und fruchtet im 2. Jahr.
z.B. Stockrosen, Nachtkerzen, Fingerhut
Hapaxantheeinjährige Kräuter
Perennierendeausdauernde Pflanzen z.B. Bäume, Sträucher, Stauden.
Siebplatteden Stoffaustausch ermöglichende Querwand
SiebrhreZellverbände, deren Zwischenwände zu durchlöcherten Siebplatten umgewandelt sind
Siebteilbesteht aus Siebröhre und Siebplatte
EinzelfrchteDie Einzelfrüchte sind aus einem Fruchtknoten hervorgegangen. Sie werden eingeteilt in:
1.Schließfrüchte, dazu gehören Nuß, Nüsschen, Karyopse, Achäene, Beere, Steinfrucht.
und 2.den Streufrüchten: dazu gehören die Balgfrucht, Hülse, Kapsel, Schote, Schötchen.
3. zählen noch dazu die Zerfallfrüchte: Spaltfrucht, Bruchfrucht, Gliederhülse, Gliederschote, Gliederschötchen und Klausen.
FruchtstndeDie Fruchtstände gehen von einem ganzen Blütenstand hevor udn nehmen bei der Reife das Aussehen einer Einzelfrucht an und lösen sich wie die Sammelfrüchte in ihrer Gesamtheit ab.
z.B. bei der Maulbeere wird aus den Nüsschen vieler Blüten ein Fruchtstand, deren saftig werdende Blütenhüllen zu einem beerenartigen Gebilde heranwachsen.
FrchteDie Frucht ist eine Blüte im Zustand der Samenreife, wobei die Blütenblätter und Staubblätter meistens abgeworfen werden. Die Frucht enthält einen bis viele Samen.
Früchte treten nur bei Angiospermen auf.
Bei einigen Gymnospermen kann die Samenschale fleischig werden (Wacholder) und so eine Frucht nachahmen.
Die Frucht dient als Schutzorgan für die Samen und deren Verbreitung.
Man unterscheidet zwischen Einzelfrüchten, Sammelfrüchten und Fruchtständen.
PappusDer Pappus bildet sich aus dem Kelch (heißt deshalb auch Haarkelch) und dient als Flugorgan zur Verbreitung der Früchte. Er kann einfach oder verzweigt sein.
Deutlich zu sehen ist er bei dem Löwenzahn(Pusteblume).
SameEin Same ensteht durch die Verschmelzung eines Spermakernes (Pollen) mit der Eizelle einer Samenanlage. Er besteht aus einem Embryo, dem Nährgewebe und der Samenschale (Testa). Außerdem besitzt er eine Keimwurzel (Radicula), ein bis mehrere Keimblättern(Kotyledonen), sowie die Vegetationsspitze mit den ersten Laubblättern (Plumula).
Die Samen werden häufig in großer Menge gebildet, einige aber auch einzeln und sind bei den Blütenpflanzen immer von einer Frucht eingeschlossen.
SammelfrchteDie Sammelfrüchte entstehen dadurch, daß sich in einer Blüte mehrere freie Fruchtknoten befinden und sich jeder dieser Fruchtknoten zu einer Frucht ausbildet.
Dabei können sich fleischige oder trockene Schließfrüchte bilden, wobei mehrere Einzelfrüchte in einer Einheit verbunden bleiben.
z.B. Brombeere. Sie ist eine Sammelsteinfrucht.
Bei der Erdbeere werden viele kleine Einzelfrüchte zu Nüsschen.
Bei Äpfeln und Birnen bilden sich sogenannte Scheinfrüchte aus, bei denen der eigentliche Balg (Kerngehäuse) von einem fleichigem Mantel umwachsen ist.
HalmDie Sprossachse ist hohl und durch Scheidewände deutlich gegliedert.
z.B. Gräser
InternodiumStängelglieder
KurztriebKurztriebe finden sich bei Holzgewächsen ujnd sind Seitenäste mit stark verkürzten Internodien. Sie wachsen nur wenige mm im Jahr und übernehmen z.B. bei den Obstbäumen die Blütenbildung.
Bei der Berberitze und der Kiefer tragen sie die normalen Laubblätter, die zu der Assimilation wichtig sind, während hier die Langtriebe mit braunen Schuppenblättchen bzw. mit Dornenblättern besetzt sind.
LangtriebDer Langtrieb ist ein verholzer Spross mit langen Internodien, der den Längenzuwachs bei den Bäumen und Sträuchern bewirkt.
PrimrbltterDie Primärblätter sind die ersten Blattorgane des Stängels nach den Keimblättern. Sie sehen oft anders aus als die Folgeblätter.
z.B. bei der Bohne sind sie einfach und die Folgeblätter dreizählig gefiedert.
Rankensprosse= sind Teile der Sprossachse, die zu Ranken umgebildet wurden und mit deren Hilfe die Pflanze klettern kann.
z.B. Wein
SchaftDer Stängel besteht nur aus einem
Internodium und schließt mit einer Blüte oder einem Blütenstand ab.
z.B.
Gänseblümchen,
Löwenzahn
SekundrbltterDie Sekundärblätter sind die Folgeblätter, die nach den Keimblätter und den Primärblättern heranwachsen. Sie sind oft anders gestaltet. Bei der ausgewachsenen Pflanze findet man häufig nur noch die Sekundärblätter.
SprossachseDer Spross besteht aus der Sprossachse (Stängel) in einer für jede Pflanzenart typischen Ausbildung zylindrischer und Stabförmiger Körper und den Laubblättern, also den seitlichen Ausgliederungen der Sprossachse, dei in der Regel ein begrenztes Wachstum besitzen.
Neben dem Tragen der Blätter, der Blüten und Früchte, dient sie der Stoffleitung und gleichzeitiger Speicherung von Reservestoffen.
SprossdornenKurztriebe, die in eine Dornenspitze auslaufen und mit Schuppenblätter besetzt sind, nennt man Sprossdornen.
StachelnAuswüchse auf der Epidermis, an denen die Oberhaut und wenig tiefreichende Teile des darunter liegenden Gewebes beteiligt sind, im Gegensatz zu den Dornen lassen Stacheln sich relativ leicht von den Trieben abbrechen (z.B. Rosen, Stachelbeere)
StachelnStacheln sind Auswüchse der der Spossepidermis. Man findet sei z.B. bei den Brombeeren und den Rosen.
StammDie Sprossachse ist verholzt und bleibt viele Jahre erhalten und wächst in die Breite.
z.B. Bäume
StngelMan spricht von einem Stängel, wenn die Sprossachse krautig ist und im Herbst abstirbt.
z.B.
einjährige Wiesenkräuter
WindensprosseDer Primärspross besitzt lange Internodien, kann sich aber nicht alleine aufrecht halten und steigt deshalb in Schraubwindungen an einer Stütze empor.
Z.B. Winde, Hopfen
dikotylzweikeimblättrig.
Der Keimling hat zwei Keimblätter und die Leitbündel im Spross sind ringförmig angeordnet. Die Blüten sind meist in fünfzählig Kreisen. Die Laubblätter sind einfach zusammengesetzt und, bis auf wenige Ausnahmen, netznervig.
z.B. fast alle Wiesenblumen, Laubbäume
FloraAls Flora wird die Pflanzenwelt bzw. die systematische Beschreibung des Pflanzenreichs bezeichnet. Abgeleitet vom lateinischen Namen der römischen Göttin der Blumen und der Jugend.
monokotyleinkeimblättrig.
Der Keimling hat nur ein Keimblatt. Die Leitbündel sind im Spross zerstreut angeordnet. Die Blüten sind meist dreizählig und die Laubblätter parallelnervig und einfach.
(z.B.
Schneeglöckchen, Narzisse)
PilzeDie Pilze (
Fungi) bilden ein eigenes Reich innerhalb der Domäne der Eukaryonten, das Pilzreich. Traditionell in der Biologie zu den Pflanzen gezählt, gelten sie heute als näher mit den Tieren verwandt. Pilze können Einzeller (z.B. Hefe) oder Mehrzeller (z.B. Speisepilze) sein.
Die Lehre von den Pilzen nennt man Mykologie.
BumeBäume haben einen unverzweigten Stamm, der oben in einer mehr oder weniger starken Verzweigung (Krone) endet.
HalbstrucherBei den Halbsträuchern sterben die Sprosse am Ende der Vegetationsperiode bis auf die schwach verholzen Triebe ab, aus denen dann im nächsten Jahr wieder neue Triebe wachsen.
Mann nennt diese Pflanzen auch Chamaephyten. Zu diesen gehören z.B. die immergrünen Polsterpflanzen der Alpen.
NanophanerophytenDas sind Zwergsträucher, oder auch Spaliersträucher genannt, der Hochalpen. Sie wachsen flach an den Boden angedrückt.
z.B. Alpenazaleen
PhanerophytenSo nennt man Bäume und Sträucher, die mehr als 2 Meter hoch werden.
SpalierstrucherSpaliersträucher sind Zwergsträucher aus der hochalpinen Region. Ihre Sprossachse ist flach an den Boden gedrückt.
Man nennt sie auch Nanophanerophyten.
StrucherDie Sräucher werden oft höher als 2 Meter. Sie haben kräftige, schnell wachsende Triebe, die Schösslinge.
ZwergstrucherSie werden etwa einen Meter hoch und haben ein verzweigtes Sprosssystem von der Basis her.
Auslufer
Pfahlwurzeldie Primärwurzel ist mäßig verdickt und liegt tief im Boden und hat wenige Seitenwurzeln.
z.B. Löwenzahn, Nachtkerzen
PrimrwurzelHauptwurzel
RhizomRhizome oder Wurzelstöcke sind unterirdische unbegrenzt und verzweigt oder unverzweigt wachsende Erdsprosse, die im Laufe der Zeit grosse Bodenflächen bedecken und sehr alt werden können. Sie tragen allseits oder unterseits sprossbürtige Wurzeln und farblose, häutige Niederblättchen. An diesen oder deren Narben, an der Ausbildung der Knospen und am Fehlen von Wurzelhauben lassen sich die Wurzelstöcke von echten Wurzeln unterscheiden.
z.B. Dahlien
RbeDie Primärwurzel ist dick und fleischig
z.B. Möhren, Rüben
SpeicherwurzelnDie spossbürtigen Wurzeln verdicken sich , lassen aber noch deutlich den Wurzelcharakter erkennen.
z.B. Dahlien
Sprossbrtige WurzelnBei den meisten
dikotylen Pflanzen bleibt die
Hauptwurzel mit den Seitenwurzeln erhalten. Bei den
monokotylen Pflanzen geht die
Hauptwurzel frühzeitig Zugrunde und wird durch Wurzeln ersetzt, die aus der Sprossachse entstanden.
z.B. Gräser
Sprossknollen= sind zu Speicherorganen umgewandelte Enden von Ausläufern (Ausläuferknollen).
z.B.Kartoffel
In selten Fällen wächst die Sprossknolle aufrecht. Z.B. Kohlrabi
WurzelknolleDie sprossbürtigen Wurzeln sind knollenartig verdickt. Es sind keine Seitenwurzeln erkennbar.
z.B. Scharbockskraut
ZwiebelnEs sind meist unterirdische , sehr stark verkürzte Sprosse mit verdickten und fleischigen Schuppenblättern. Diese sitzen einer stark verkürzten und scheiben- bis kegelförmigen Achse auf, dem Zwiebelkuchen. Aus seinem Vegetationspunkt treibt später der oberirdische Spross aus.
z.B. Tulpen, Krokus
Archaebakterienaus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Archaebakterien bilden eine der drei Domänen, in die alle zellulären Lebewesen eingeteilt werden. Sie unterscheiden sich in vielen Merkmalen von den echten Bakterien (Eubakteria) und den Eukaryonten. Mit letzteren sind sie jedoch näher verwandt als mit den echten Bakterien.
Viele Archaebakterien zeichnen sich durch eine Vorliebe für extreme Lebensräume aus: Es gibt Arten, die bevorzugt bei Temperaturen von über 80 Grad C wachsen, andere leben in gesättigten Salzlösungen oder in stark säurehaltigen Bedingungen (pH-Wert bis 0).Eine Art überlebt die 15000fache Radioaktivitätsmenge, die einen Menschen umbringen würde (
Deinococcus radiodurens).
Man findet Archaebakterien allerdings nicht nur in diesen extremen Lebensräumen, sondern auch in "normalen" Bedingungen, etwa im Boden oder im Meer.
Archaebakterien sind in der Forschung von Interesse, da sie vielleicht Merkmale des frühen Lebens auf der Erde erhalten haben. Aber auch ihr außergewöhnlicher Stoffwechsel ist von Interesse, z.B. um sie bei der Beseitigung von Altlasten einzusetzen. Ebenso ist von besonderem Interesse, wie es einigen Arten gelingt bei 110C zu wachsen (
Archaeoglobus spec).
Bislang sind keine Krankheitserreger aus der Gruppe der Archaebakterien bekannt.
Man teilt die Archaebakterien in die folgenden drei Gruppen ein:
- Euryarchaeota
- Crenarchaeota
- Korarchaeota
Neuerdings wird die Bildung einer vierten Gruppe vorgeschlagen, die der Nanoarchaeota.
Chloroplastenaus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Chloroplasten sind Organellen der Pflanzenzelle, die für die Photosynthese zuständig sind. Ähnlich wie Mitochondrien besitzen sie eine eigene DNA und zwei Biomembranen - also eine Doppelmembran - als Hülle. In ihrem Innern befindet sich als plasmatische Phase das Stroma (die Matrix). Das Stroma wiederum wird von Thylakoidmembranen durchzogen. An etlichen Stellen haben sich diese Membranen wie ein 'Stapel Pfannkuchen' übereinandergelagert. Einen solchen Membranstapel nennt man Granum (pl. Grana). In den Thylakoiden liegen verschiedene Pigmente, vor allem der grüne Farbstoff Chlorophyll.
Besonders viel davon findet sich in den Grana, weshalb diese grün gefärbt erscheinen. Die Pigmente können Licht einer bestimmten Wellenlänge absorbieren und die aufgenommene Energie zur Produktion von Glucose nutzen.
Eukaryontenaus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Unter dem Begriff Eukaryonten (
Eucarya,
Eucaryota) werden alle Lebewesen mit Zellkern (
Eucaryota bedeutet echter Kern) und Zytoskelett zusammengefasst. Eurkayonten entwickeln sich immer auch aus zellkernhaltigen Ausgangszellen (
Zygoten, Sporen). Alle anderen zellulären Lebewesen, die keinen echten Zellkern besitzen (Archaebakterien und Bakterien, darunter die Cyanobakterien (Blaualgen)), werden als Prokaryonten (Prokaryoten) bezeichnet.
Die Eukaryonten werden traditionell in die Reiche der mehrzelligen Tiere, Pflanzen und Pilze sowie der einzelligen oder mehrzelligen Protisten eingeteilt. Die genaue systematische Einteilung der insgesamt etwa 60 unter die Protisten gefassten Gruppen ist umstritten. Sie bilden keine monophyletische Gruppe.
Eine bedeutende Eigenschaft dieser Lebewesen ist, dass sich in ihren Zellen Zellorganellen befinden, die wie die Organe eines Körpers verschiedene Funktionen ausüben. Das bekannteste Organell ist der Zellkern, mit dem Hauptanteil des genetischen Materials eines Lebewesens. Weitere Gene kommen je nach Art in den Mitochondrien und Plastiden vor.
Eine weitere Besonderheit der Eukaryonten liegt in der Protein-Biosynthese: Anders als Prokaryonten sind Eukaryonten in der Lage, aus derselben DNA-Information durch alternatives Splicing unterschiedliche Proteine herzustellen.
Struktur und Form wird der eukaryontischen Zelle durch das Zytoskelett verliehen. Es ist u.a. aus Mikrotubuli und Mikrofilamenten aufgebaut.
Plasmalemmaaus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Als Plasmalemma bezeichnet man die Zellmembran, die das Plasma einer Pflanzenzelle umschließt und als äußerste Struktur der lebenden Zelle an die tote Zellwand stößt. Gelegentlich wird der Begriff auch synonym für "Zellmembran" verwendet.
Das Plasmalemma bildet die häutchenartige Grenzschicht zur extrazellulären Umgebung. Die Membran ist relativ dick (bis zu 10 nm). Neben Lipiden enthält sie einen hohen Proteinanteil sowie einen hohen Anteil an nach außen ragenden, kurzkettigen Kohlenhydraten (Oligosacchariden), die meist an Proteine, aber auch an Lipide gebunden sind. Dadurch, dass die Kohlenhydrate nach außen ragen, weist das Plasmalemma einen asymmetrischen Bau auf.
Pollenmännlichen Keimzelle
Prokaryontenaus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Unter dem Begriff Prokaryonten (sprachlich korrekter: Prokaryoten, Procarya, Procaryota) werden alle Lebewesen ohne Zellkern zusammengefasst. Alle anderen zellulären Lebewesen, die einen echten Zellkern besitzen, werden als Eukaryonten (Eukaryoten) bezeichnet.
Seit alle zellulären Lebewesen in drei Domänen eingeteilt werden, fassen die Domänen der Eubakterien und der Archaebakterien alle Prokaryonten zusammen.
Die Procyte charakterisieren:
- Ungemein physiologische Flexibilität (sie kommen im ewigen Eis wie in der Wüste vor, beim Vorhandensein von Sauerstoff wie beim Nichtvorhandensein desselben, als tödlicher Epidemienerreger (Pest) wie als symbiontischer Helfer des Menschen und natürlich von anderen komplexen Organismen (E.Coli, das "Haustier der Biologen"))
- Vorhandensein von Plasmiden (die aber auch in bestimmten Eukaryoten vorkommen können),
- Eine morphologisch nicht sehr komplexe Form (meist nur runde "Klumpen"),
- Das Fehlen von Zellorganellen wie bsp. Mitochondria, Plastiden aber vor allem auch des Zellkerns. Das Genom schwimmt wie die Polymerasen frei im Cytoplasma herum; Transkriptio und Translatio finden also im Cytoplasma statt.
- Das Vorhandensein von im Gegensatz zum Eukaryot kleineren (70S-) Ribosomen (Eukaryoten: 80S-Ribosomen).
Ribosomenaus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ribosomen sind die Bestandteile einer Zelle, in denen Proteine hergestellt werden. Der genetische Code liefert dazu in Form der mRNA, die an der DNA durch die Transkription synthetisiert wird, die Information, welche Proteine synthetisiert werden sollen. Ribosomen bestehen aus zwei Teilen, einer großen Untereinheit und einer kleinen Untereinheit. Beide Teile enthalten rRNA mit angelagerten Proteinen.
Sowohl Eukaryoten als auch Prokaryoten besitzen Ribosomen, doch gibt es einige Unterschiede. Höhere Zellen besitzen zwischen 105 und 107 Ribosomen mit einer Größe von 25nm Durchmesser. Molekülgewicht des Eukaryoten-Ribosom beträgt 80S, das Gewicht der großen Untereinheit ist 60S, der kleinen 40S. (S ist die Sedimentationseinheit, früher Svedberg-Einheit; vgl. Theodor_Svedberg). In Eukaryoten gibt es außer freien Ribosomen, die sich im Cytoplasma befinden, auch membrangebundene Ribosomen, die sich an die Membranen des rauhen Endoplasmatischen Retikulums (ER) binden.
Bakterien besitzen weniger (ca. 104) und insgesamt kleinere (23nm) Ribosomen. Ihr Gesamtgewicht beträgt 70S, und sie bestehen aus einer 30S- und einer 50S-Untereinheit.
Kommt die kleine Untereinheit mit einer mRNA in Kontakt, lagert sich auch eine große Untereinheit an und die Proteinbiosynthese (Translation) beginnt.
Für den Transport der Proteine gibt es Mechanismen, die sicherstellen, dass diese auch zum richtigen Ziel gelangen. Bei Eukaryoten gibt es zwei Möglichkeiten. Wird das Protein an einem freien Ribosom gebildet, werden in das Protein kurze Aminosäuresequenzen eingebaut, die das Ziel bestimmen (targeting). Hauptprodukt sind dabei Bausteine für das Cytosol und für andere Organellen (z.B. Zellkern, Peroxisomen, Mitochondrien, Chloroplasten) oder die ribosomalen Proteine, die im Nukleolus wieder zu neuen Ribosomen zusammengebaut werden.
Proteine, die an membrangebundenen Ribosomen der rauhen ER synthetisiert werden, müssen durch den Golgi-Apparat. Danach können sie als Sekrete oder in Lysosomen die Zelle verlassen, oder sie werden in die Membran von intrazellulären Vesikeln eingebaut (integrale Proteine).
In Bakterienzellen kommen nur freie Ribosomen vor, es gibt keine Kompartimente und keinen Vesikelfluss.
Tonoplastaus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Tonoplast ist eine Biomembran, die die Zentralvakuole einer pflanzlichen Zelle vom Cytoplasma abgrenzt. Diese Membran ist durchlässig für bestimmte Stoffe, die in der Vakuole abgelagert werden. Der Tonoplast spielt wegen seiner semipermeablen Eigenschaften auch bei osmotischen Vorgängen, die in der Pflanzenzelle ablaufen, eine Rolle, etwa bei der Wasseraufnahme der Zelle oder der Plasmolyse.
Vakuoleaus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Vakuole ist der zentral gelegene Zellsaftraum einer Pflanzenzelle. Sie nimmt das größte Volumen der Zelle ein. Die Membran, die die Vakuole vom angrenzenden Cytoplasma abgrenzt, wird Tonoplast genannt. Im Inneren der Vakuole befindet sich eine Flüssigkeit, der Zellsaft, welcher anders zusammengesetzt ist als das Cytosol. Eine Vakuole besitzt die folgenden Aufgaben:
- Erzeugung eines prallen Zustands der Zelle durch Turgordruck
- Immunsystem der Pflanzenzelle
- Verdauung von Makromolekülen (vgl. Lysosomen bei Tieren)
- Speicherung (Proteine, organische Verbindungen, Ionen)
- Rolle bei Wachstums- und Bewegungsvorgängen durch osmotische Aufnahme von Wasser in die Vakuole
Zelle, biologischeaus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Alle bekannten Lebewesen bestehen aus biologischen Grundeinheiten, den Zellen. Eine Zelle ist also die kleinste selbsterhaltende und selbstreproduzierende Einheit des Lebens.
Alle bekannten Zellen, mit Ausnahme einiger spezialisierter Zelltypen, haben bestimmte Komponenten gemeinsam:
- DNA, die genetische Information, die als Bauplan für die anderen Komponenten der Zelle dient
- Proteine, die als Strukturproteine oder als Enzyme für den Bau und die biochemischen Funktionen der Zelle zuständig sind
- Membranen, welche die Zelle von ihrer Umgebung abschotten, als Filter fungieren, Kontakt mit der Außenwelt aufrecht erhalten und komplexere Zellen in Kompartimente aufteilen .
Zellen haben auch gemeinsame grundlegende Fähigkeiten:
- Reproduktion durch Zellteilung
- Stoffwechsel, die Aufnahme von Rohmaterial, dessen Umwandlung in neue Komponenten und Energie, und die Entsorgung von Abfallprodukten
- Proteinbiosynthese durch Transkription von DNA zu RNA und deren Translation (Biologie) zu Protein.
Der menschliche Körper besteht aus rund 220 verschiedene Zell- und Gewebetypen.
Zellen werden in Prokaryonten, Eukaryonten und Archaea unterteilt.
Zellwandaus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Eine Zellwand umgibt manche Bakterien, Pflanzenzellen und Pilzzellen. Sie liegt stets außerhalb der Plasmamembran der Zelle.
Pflanzliche Zellwände
Pflanzliche Zellwände haben zwei Hauptfunktionen: Sie geben der Zelle Stabilität und sie verhindern, dass die Zelle anschwillt, wenn Wasser eindringt. Pflanzliche Zellwände bestehen aus unlöslichen Zellulosefibern, die in eine Matrix aus Kohlehydraten (Pektine und Hemizellulosen) eingebunden sind. Die Zellwand ist gewöhnlich durchlässig für gelöste Stoffe; Ausnahmen sind Holz und Kork. Dort sind die Zellwände mit Lignin bzw. Suberin verschlossen.
Die primäre Zellwand, die von der Pflanzenzelle zuerst gebildet wird, besteht aus Zellulose-Mikrofibrillen, die kreuz und quer liegen und über Wasserstoffbrücken verbunden sind. Sobald die Zelle ihre maximale Ausdehnung erreicht hat, wird eine zweite Zellwand darunter erzeugt. Im Gegensatz zur primären Zellwand sind die Mikrofibrillen hier parallel angeordnet, und ihre Richung ändert sich leicht mit jeder neuen Schicht.
Zellwände benachbarter Zellen sind über ein Lamellum verbunden, das Magnesium und Calcium-Pektine enthält.
Bakterielle Zellwände
Bakterielle Zellwände werden überwiegend zum Schutz vor feindlichen Umgebungen oder gegen das Immunsystem von Wirten bei pathogenen Bakterien benutzt. Sie bestehen zum Teil aus Peptidoglycan, welches sich bei Gram-positiven Bakterien mit Hilfe der Gram-Färbung sichtbar machen lässt. Außerdem dienen bakterielle Zellwände dazu, den hohen osmotischen Druck zu kompensieren, der durch die hohe Konzentration löslicher Stoffe im Cytoplasma entsteht und bis zu 15 Atmosphären erreichen kann. Viele Antibiotika, darunter Penicillin und dessen Derivate, greifen die Zellwand von Bakterien an, um sie so zum "Platzen" zu bringen.
Zellwände bei Pilzen
Die Zellwände, die bei manchen Pilzen die Zellen umgeben, bestehen aus Chitin, welches auch dem Exoskelett von Insekten seine Härte verleiht. Ähnlich wie bei Pflanzen dienen die Zellwände auch hier der Versteifung, damit die Zellen ihre Form halten können.
Zygoteweiblichen Keimzelle